Spinalkanalstenose - Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie OA DDr. Manuel Mrfka

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Spinalkanalstenose

Informationen zu Erkrankungen > Wirbelsäulenchirurgie
Die Spinalkanalstenose (Einengung des Wirbelkanals) ist eine Verminderung des Durchmessers des Spinalkanals. Hervorgerufen wird sie durch knöcherne-bindegewebige Einengungen, welche meist im höheren Lebensalter auf eine Degenerationen (Abnützungen) zurückzuführen sind.
Im Prinzip handelt es sich um eine Erkrankung eines oder mehrerer Bewegungssegmente der Wirbelsäule. Am Beginn steht meist eine Höhenminderung der Bandscheibe, welche in weiterer Folge zur Einengungen des Nervenaustrittskanals (Neuroforamen) führt. Weiters werden die Facettengelenke der Wirbel mehrbelastet was zu vermehrten knöchernen und bindegewebigen Anbauten an den Wirbelgelenken führt. Der Bandapparat der betroffenen Segmente wird ausgeleihert, was in folgend zur Instabilität (Pseudospondylolisthese) führt.

Symptome:
Die zunehmende Einengung führt sowohl zu mechanischer Reizung der Nerven als auch zu lokalen Durchblutungsstörungen der Nervenwurzeln. Dies resultiert in der klinischen Symptomatik in Schmerzen welche im Lumalbereich beginnen und hier in ein oder beide Beine ausstrahlen (Lumboischalgien). Diese Beschwerden sind meistens belastungsabhängig und bei längeren Gehstrecken vermehrt (Claudicatio spinalis). Nicht selten kommt zu einer Verschlimmerung bis hin zu neurologischen Defiziten (Kraftverlust) und Ruheschmerzen.
Tritt die Spinalkanalstenose im Halwirbelsäulenbereich auf, kann sie auch zu Gangstörungen führen.

Diagnostisch ist die Anamnese wegweisend. Zu den weiterführenden Untersuchungen zählen vor allem die MRT der Wirbelsäule und Röntgenbilder. Im Einzelfall ist eine CT Untersuchung notwendig.

Differenzialdiagnostisch müssen immer Bandscheibenvorfälle, echte Gleitwirbel (Spondylolisthese), Frakturen, Tumoren und Entzündungen als auch Erkrankungen der Hüfte des Ileosakralgelenks, des Knies und Polyneuropathien abgegrenzt werden. Oft liegt jedoch eine Kombination dieser vor.

Behandlung:
Therapeutisch kann vor allem zu Beginn (soweit keine hochgradigen neurologischen Defizite vorliegen) ein konservativer Ansatz verfolgt werden. Hier gibt es neben der Schmerztherapie und Physiotherapie eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten (Fango, Massagen, Reizstrom, Infiltrationen etc.)
Führen diese Maßnahmen nicht innerhalb von 3 Monaten zum Erfolg - oder liegen stärkste Beschwerden und hochgradige neurologische Defizite vor - kann bei Übereinstimmung der Beschwerden mit der Bildgebung ein operativer Eingriff durchgeführt werden.

Welche Methode des operativen Eingriffs zur Anwendung kommt hängt von den Begleitumständen (Listhese, Bandscheibenvorfall etc.) ab.
Bei der reinen lumbalen Spinalkanalstenose oder Rezessusstenose kommen minimalinvasive Eingriffe zum Einsatz. Hier wird über einen medianen Hautschnitt mikrochirurgisch eine Dekompression (Entlastung, Erweiterung) des Spinalkanals durchgeführt.

Bei der Halswirbelsäule können die Wirbelbögen "aufgeklappt" (open-door) und in dieser Stellung mit kleinen Plättchen fixiert werden.
Sollte eine Instabilität vorliegen, ist eine minimal invasive muskelerhaltende mikrochirurgische Stabilisierung mit Pedikelschrauben sinnvoll.

 Mürzzuschlag       Raaba-Grambach bei Graz
Telefon: 0660/45 96 991
 
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